16. Februar 2015

Artenschutz am Gebäude

Klimaschutz und Biologische Vielfalt unter einem Dach: Vortrag am 10. März

Mauersegler im Nest

Bei der energetischen Sanierung von Gebäuden besteht die Gefahr, dass Nester und Quartiere geschützter Tierarten zerstört werden. Wie sich Klimaschutz und Naturschutz bei solchen baulichen Vorhaben durch einfache Mittel miteinander vereinbaren lassen, ist Thema eines Vortrags, zu dem die BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven einlädt.

Wilhelmshaven hat sich als Mitglied der Europäischen Klima-Allianz ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz gesetzt. Die energetische Gebäudesanierung ist ein wesentliches Instrument zur Reduzierung klimaschädlicher Emissionen. Stadt, Immobilienwirtschaft und -eigentümer, Architekten und Handwerk sind gemeinsam auf einem guten Weg.

Gleichzeitig ist Wilhelmshaven Mitglied des Bündnisses “Kommunen für biologische Vielfalt”. Wildlebende Tiere nutzen im Siedlungsbereich häufig Dächer und Fassaden als Nistplätze, Ruhe- und Winterquartier. Hieraus können Konflikte zwischen Klima- und Artenschutz erwachsen: Beim Anbringen einer Wärmedämmung werden Nischen, Spalten und Hohlräume am Haus verschlossen, in denen Arten wie Mauersegler, Haussperling und Zwergfledermaus ihre Nester und Quartiere bauen.

Dass man mit einfachen Mitteln den Tieren auch an gedämmten Gebäuden ein Zuhause bieten kann, zeigt der BUND-Landesverband Niedersachsen mit einem Projekt zum Thema Klimaschutz und Gebäudemodernisierungen. „Mit dem Projekt ‚Klimaschutz und biologische Vielfalt unter einem Dach‘ möchten wir dafür werben, Arten- und Klimaschutz am Gebäude miteinander zu verbinden“, sagt Projektleiterin Kirsten Gulau vom BUND Niedersachsen. „Unser Ziel ist es, Gebäude bewohnende Vogel- und Fledermausarten bei energetischen Gebäudesanierungen und Neubauten zu schützen.“ Hausbesitzer können bestehende Nester und Quartiere erhalten, sie ersetzen – oder sogar neue schaffen. Plant man das rechtzeitig ein, lassen sich Nistkästen, Niststeine oder Fledermausquartiere oft ohne großen Aufwand an der Fassade anbringen oder unauffällig in die Dämmung integrieren.

Auf Einladung der BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven ist Kirsten Gulau am kommenden Dienstag (10.3.) zu Gast in Wilhelmshaven. Mit ihrem Vortrag “Artenschutz am Gebäude” möchte sie vor allem Akteure aus der Immobilienwirtschaft, Wohnungsbau und -verwaltung, Architekten, das ausführende Handwerk, Energieberater und Behörden ansprechen und bei deren Aufgabe unterstützen, bestehende Nistplätze und Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Doch auch private Immobilienbesitzer und andere Interessierte sind herzlich eingeladen zum Vortrag “Artenschutz am Gebäude” am Dienstag, 10. März 2015, um 18:30 Uhr im Hotel Kaiser, Rheinstraße 128, 26382 Wilhelmshaven.

Eine Anmeldung ist nicht obligatorisch, wäre aber hilfreich, damit der Vortragsraum passend zur Teilnehmerzahl vorbereitet werden kann: peter.hopp@bund.net oder Tel. 04421- 81307.

weitere Infos unter www.artenschutz-am-bau.de

19. Januar 2013

Vortrag "Moore im Fokus von Klimaschutz und wirtschaftlichen Interessen"

Moorschutz, das ist in unserer Region ein auch im geografischen Sinne des Wortes naheliegendes Thema. NABU und BUND wollen es gemeinsam mit ihren Mitgliedern und anderen interessierten Bürgern erörtern und haben für einen Vortrag und Diskussion den Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, als Experten gewonnen.

Er spricht am  23. Januar 2013 um 19.30 Uhr im Vortragsraum der Volksbank Wilhelmshaven zum Thema "Moore im Fokus von Klimaschutz und wirtschaftlichen Interessen".

Der Eintritt ist frei. Spenden für die Naturschutzarbeit in unserer Region werden gern entgegengenommen.

Nur wenige Menschen kennen die viele Jahrtausende umfassende Entstehungsgeschichte der Moore und ihre ökologische Bedeutung. Zu sehr überlagern schaurige Geschichten und Legenden von Moorleichen, Hexen und Geistern, aber auch das Wissen um das armselige Leben der Moorbauern unser Bild vom Moor – Knochenarbeit im Überlebenskampf der Menschen, die der Leibeigenschaft im ausgehenden Mittelalter entkommen waren.

Später wurden die norddeutschen Moore mit industriellen Mitteln und Methoden ausgebeutet. Das geschieht auch heute noch. Größere zusammenhängende Moorgebiete sind selten geworden, nicht nur in Nieder- sachsen. Dass die verbliebenen Flächen schützenswerte Lebensräume seltener Pflanzen und Tiere sind, dass Moore als Speicher des klimaschädlichen Kohlendioxid eine wichtige Funktion erfüllen, dass durch Torfabbau Millionen Tonnen dieses Gases freigesetzt werden – das alles ist eine Erkenntnis, die erst spät zum Umdenken geführt hat.

Umdenken, das ist das Ziel einer gemeinschaftlichen Aktion der niedersächsischen Landesverbände von Naturschutzbund (NABU) und Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) mit weiteren Partnern in unserem Bundesland und darüber hinaus. 

Umwelt aktiv

Veranstaltungkalender Natur & Umwelt für Friesland, Wilhelmshaven und umzu mehr

Für Kinder und Jugendliche

Naturerlebnisabzeichen und Junior Ranger hier lang

Nationalpark Wattenmeer

Angebote des Weltnaturerbe Besucherzentrums Wilhelmshaven und anderer Nationalpark-Häuser

Wattwandern, Vogelkiek und mehr

Zugvogeltage



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