20. Mai 2011

Rettet unsere Alleen!

Foto / Bildrechte: Imke Zwoch, BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven

Im Jahr 2009 hat die Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen eine Richtlinie für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeugrückhaltesysteme (RPS 2009) neu herausgegeben. Neben vielen technischen Fragen werden in der Richtlinie die Mindestabstände von Bäumen zum Straßenrand beschrieben. Wenn Straßen mit 60 - 70 km/h befahren werden dürfen, sollen Bäume mindestens 4,50 m vom Straßenrand entfernt sein. Wenn die Straßen mit 80 - 100 km/h befahren werden dürfen, soll der Abstand von Bäumen zum Straßenrand 7,50 m betragen. Innerhalb dieser Abstände werden von den Straßenbaubehörden keine Bäume mehr nachgepflanzt

Das Land Niedersachsen hat die Situtation zusätzlich verschärft, in dem es Fördergelder bei Straßenbauten oder -sanierungen nur noch zahlen will, wenn die Abstände eingehalten werden oder die Bäume mit Leitplanken versehen werden.

Das wäre das Ende für alle Alleen außerhalb geschlossener Ortschaften.

Alleen prägen nicht nur das Landschaftsbild, sie sind auch artenreiche Biotope und müssen erhalten bleiben. Und sie sind auch ein Stück Heimat. Vor 50 Jahren waren nahezu alle Überlandstraßen Alleen. Die allermeisten davon sind bereits der Kettensäge zum Opfer gefallen. Nun sollen auch die letzten verschwinden. Das muss verhindert werden. 

Deswegen hat sich in Friesland die Bürgerinitiative "Rettet unsere Alleen" gegründet. weitere Infos

Grünes Band, Elbe, Allee, Fotos: K. Leidorf (www.leidorf.de), E. P. Dörfler, www.pixelio.de


Von Flensburg bis Garmisch und von Aachen bis Greifswald ist der BUND für die Natur aktiv. Von der Ortsgruppe bis zum Bundesverband engagieren sich zahllose Menschen ehrenamtlich und hauptberuflich für den Schutz unserer Natur. Ihr Einsatz gilt Buchenwäldern und Mooren, Alleen, grünen Großstadtoasen und weiter Wildnis. Sie kämpfen für lokale Biotope und für große und wegweisende Projekte wie das "Blaue Wunder Elbe“ oder das "Grüne Band“.

Doch das geht nicht ohne die Politik: Gesetze auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene entscheiden über Wohl und Weh unserer Natur, z.B. die Wasserrahmenrichtlinie oder Natura 2000. Fachleute des BUND begleiten diese Regelungen von Anfang an und machen – wenn nötig – politisch Druck. So wird der BUND zum Anwalt der Natur.

Auf unseren Internetseiten können Sie mehr über Naturschutz beim BUND erfahren. Sie finden auch Informationen, wie Sie selbst aktiv werden können – alleine oder in der nächsten BUND-Gruppe – oder wie Sie den BUND finanziell unterstützen können. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Naturschutz ist eine Investition in eine lebenswerte Zukunft.

Noch ein Hinweis: Mehr über Projekte des BUND, bei denen der Schutz einzelner Tier- oder Pflanzenarten im Mittelpunkt steht (z.B. Rettungsnetz für die Wildkatze, Abenteuer Faltertage) erfahren Sie im Bereich Artenschutz.




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