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Stadthalle gehört nicht in den Banter See Park

Flussseeschwalbe mit Fisch. Foto: BUND Flussseeschwalbe am Banter See. Foto: BUND

In einem Gutachten zum zukünftigen Standort einer Wilhelmshavener Stadthalle wird ein Neubau im Banter See Park favorisiert. Das würde allerdings bedeuten, dass ein Großteil der naturnah entwickelten Fläche der Halle und den dazugehörigen Parkplätzen zum Opfer fiele. Der Grünbereich erstreckt sich zwischen der Flussseeschwalbenkolonie und der Jadeallee, wo in Kürze das Trilaterale Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerzentrum (TWWP) gebaut wird. Für das TWWP gab es einen Architekten-Wettbewerb. Bei den eingesandten Entwürfen wurde die Gestaltung des Umfeldes mit einbezogen. Naheliegend, dass passend zum Thema und Zweck des Weltnaturerbe-Partnerzentrums die Freiflächen ökologisch gestaltet werden So sehen es die Vorschläge des Wettbewerbs auch vor. Dabei wird auch der vorhandene Baumbestand im Westen des Parks, darunter eine schöne Allee aus großen Mehlbeer-Bäumen, erhalten und einbezogen.

Mit der Stadthalle und den Parkplätzen (zusammen etwa 1,7 Hektar Bebauung / Versiegelung) wäre der Park unwiederbringlich zerstört. Unserer Ansicht nach ein Schlag ins Gesicht der Trilateralen Gemeinschaft (Deutschland, Dänemark und die Niederlande) zum Schutz des Wattenmeeres. Wenn Wilhelmshaven die "Hauptstadt" des Weltnaturerbes Wattenmeer sein möchte, dann müssen die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auch entsprechend planen und handeln.

Zudem wären die Baumaßnahmen für das Großprojekt und Verkehr und Trubel durch den Stadthallen-Betrieb für die streng geschützten Seeschwalben (mehrere hundert Brutpaare) ein gewaltiger Störfaktor. Spaziergänger am Seeufer sind kein Problem und auch Besuchergruppen in der Beobachtungshütte stören das Brutgeschäft nicht. Zur Zeit wird die Forschungsstation renoviert und um eine Ausstellung erweitert, damit noch mehr Menschen Spannendes über die Vögel und die Arbeit des Instituts für Vogelforschung erfahren können.

Mit dem Ensemble aus Seeschwalbenkolonie, TWWP und dem Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand (das ebenfalls gerade mit einer neuen Ausstellung umgebaut wird) wäre Wilhelmshaven dann ein herausragender Anziehungspunkt für Naturerlebnis und -tourismus. Wäre - wenn es ein passendes Gesamtkonzept dazu gibt. Wenn aber gleichzeitig in großem Maßstab die Natur gestört und zerstört wird, ist Wilhelmshaven als "Welterbe-Hauptstadt" unglaubwürdig.

Ein Bürgerbegehren gegen den Bau einer neuen Stadthalle am Banter See ist gerade in Vorbereitung und wird von unserer BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven unterstützt.

 

 

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18. September 2019 | Landwirtschaft, Nachhaltigkeit

Mitglieder der BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven mit dem BUND Landesvorsitzenden Heiner Baumgarten (Mitte) unterstützten den Bauernprotest am Braker Hafen. Foto: BUND

Mitglieder der BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven mit dem BUND Landesvorsitzenden Heiner Baumgarten (Mitte) unterstützten den Bauernprotest am Braker Hafen. Foto: BUND

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