BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven

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Endlich wieder Bauer! Klasse statt Masse

Ein mutiger Landwirt entscheidet sich für eine nachhaltige Zukunft

Vor einigen Jahren lernten wir bei der "Wir haben es satt!"-Demo in Berlin Peter Folkert Habbena kennen. Der ostfriesische Landwirt hatte es satt, sich dem Credo "wachsen oder weichen" weiter zu beugen. Auf seinem Weg in eine ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Zukunft entwickelte er zusammen mit seiner Frau interessante Ideen. Wir haben ihn seitdem öfter getroffen bei Veranstaltungen, die sich kritisch mit der Agrarindustrie auseinandersetzen. 2019 unterstützten Mitglieder unserer Kreisgruppe eine Protestaktion gegen das Mercosur-Abkommen, bei der Landwirte der Region den Hafen Brake blockierten - der größte deutsche Hafen für den Import von Soja und Rindfleisch aus Südamerika. Peter besuchte auch unseren Naturschutz-Stammtisch und sorgte für einen spannenden Abend zumThema Landwirtschaft.

Ein NDR-Team hat seinen Weg in eine nachhaltige Zukunft über mehrere Jahre begleitet. Die daraus entstandene 45minütige Dokumentation wurde im November 2020 ausgestrahlt und ist ist auf YouTube abrufbar. Unbedingt angucken!

https://www.youtube.com/watch?v=_F573q-Ay5M

Stadthalle gehört nicht in den Banter See Park

Position der BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven - Juni 2020

Flussseeschwalbe mit Fisch. Foto: BUND Flussseeschwalbe am Banter See. Foto: BUND

In einem Gutachten zum zukünftigen Standort einer Wilhelmshavener Stadthalle wird ein Neubau im Banter See Park favorisiert. Das würde allerdings bedeuten, dass ein Großteil der naturnah entwickelten Fläche der Halle und den dazugehörigen Parkplätzen zum Opfer fiele. Der Grünbereich erstreckt sich zwischen der Flussseeschwalbenkolonie und der Jadeallee, wo in Kürze das Trilaterale Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerzentrum (TWWP) gebaut wird. Für das TWWP gab es einen Architekten-Wettbewerb. Bei den eingesandten Entwürfen wurde die Gestaltung des Umfeldes mit einbezogen. Naheliegend, dass passend zum Thema und Zweck des Weltnaturerbe-Partnerzentrums die Freiflächen ökologisch gestaltet werden So sehen es die Vorschläge des Wettbewerbs auch vor. Dabei wird auch der vorhandene Baumbestand im Westen des Parks, darunter eine schöne Allee aus großen Mehlbeer-Bäumen, erhalten und einbezogen.

Mit der Stadthalle und den Parkplätzen (zusammen etwa 1,7 Hektar Bebauung / Versiegelung) wäre der Park unwiederbringlich zerstört. Unserer Ansicht nach ein Schlag ins Gesicht der Trilateralen Gemeinschaft (Deutschland, Dänemark und die Niederlande) zum Schutz des Wattenmeeres. Wenn Wilhelmshaven die "Hauptstadt" des Weltnaturerbes Wattenmeer sein möchte, dann müssen die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auch entsprechend planen und handeln.

Zudem wären die Baumaßnahmen für das Großprojekt und Verkehr und Trubel durch den Stadthallen-Betrieb für die streng geschützten Seeschwalben (mehrere hundert Brutpaare) ein gewaltiger Störfaktor. Spaziergänger am Seeufer sind kein Problem und auch Besuchergruppen in der Beobachtungshütte stören das Brutgeschäft nicht. Zur Zeit wird die Forschungsstation renoviert und um eine Ausstellung erweitert, damit noch mehr Menschen Spannendes über die Vögel und die Arbeit des Instituts für Vogelforschung erfahren können.

Mit dem Ensemble aus Seeschwalbenkolonie, TWWP und dem Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand (das ebenfalls gerade mit einer neuen Ausstellung umgebaut wird) wäre Wilhelmshaven dann ein herausragender Anziehungspunkt für Naturerlebnis und -tourismus. Wäre - wenn es ein passendes Gesamtkonzept dazu gibt. Wenn aber gleichzeitig in großem Maßstab die Natur gestört und zerstört wird, ist Wilhelmshaven als "Welterbe-Hauptstadt" unglaubwürdig.

Ein Bürgerbegehren gegen den Bau einer neuen Stadthalle am Banter See ist gerade in Vorbereitung und wird von unserer BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven unterstützt.

 

 

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