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BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven

Die Plastikflut schlägt große Wellen

21. September 2019 | Flüsse & Gewässer, Meere

„StreetArt“ der besonderen Art: Die BUNDjugend Wilhelmshaven macht das Plastikmüllproblem mit einem Kunstwerk in der Marktstraße sichtbar. Jeder kann Teil des Projektes werden.

BUND-Mitglieder erschaffen eine Plastik aus Plastik. Foto: BUND

Einen Tag nach dem weltweiten Klimastreik, an dem sich in Wilhelmshaven etwa 500 Menschen beteiligten, ging es für die BUNDjugend Wilhelmshaven mit konkreten Aktivitäten weiter. Am Samstagvormittag sammelten die jungen Umweltschützer rund um den Banter See Müll. Im Anschluss wurden die Fundstücke – überwiegend Verpackungsmaterial und andere Einwegartikel aus Plastik – zu einem besonderen Kunstwerk verarbeitet: In mehreren Stunden Arbeit entstand vor den Augen vieler interessierter Passanten in der Marktstraße eine „Welle“ aus Plastikmüll. Unterstützt wurde der BUND-Nachwuchs von Mitgliedern der BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven und der JadeWale.

Anlass der Aktion war der Internationale Küstenreinigungstag (International Coastal Cleanup), der seit gut 30 Jahren immer im September stattfindet. In über 100 Ländern finden dazu lokale Aktionen statt. „Wir sammeln nicht nur beim Coastal Cleanup und beim Frühjahrsputz, sondern eigentlich das ganze Jahr über“, erzählt Marcel von der BUNDjugend Wilhelmshaven. „Unser Ziel ist natürlich, dass wir irgendwann nichts mehr aufsammeln müssen, weil keiner mehr was in die Landschaft schmeißt“, ergänzt seine Mitstreiterin Sophie. „Das klappt nur, wenn die Menschen ein anderes Bewusstsein dafür entwickeln. Deshalb machen wir mit Aktionen wie unserer Plastik-Welle das Problem sichtbar.“

Aufmerksamkeit erzeugen und so mit den Menschen ins Gespräch kommen – das funktioniert. Während Sophie und Marcel unermüdlich basteln, klärt ihre Kollegin Jenny ebenso geduldig neugierige Zuschauer über den Hintergrund der Aktion auf. „Jährlich landen in Ozeanen und anderen Gewässern Tausende Tonnen Müll, von denen 60% aus Kunststoff bestehen. Kunststoffe sind für das Leben im Meer sehr gefährlich, sie töten pro Jahr mehr als eine Million Vögel, über 100.000 Robben, Schildkröten und Wale sowie eine riesige Anzahl von Fischen. Die Tiere fressen Plastikteile und verhungern dann mit vollem Magen, oder sie strangulieren sich an Netzresten und anderen Plastikfasern“. Die junge Aktivistin hat auch gute Tipps parat, wie man auf Plastik verzichten kann, weil es bessere Alternativen gibt.

Unterstützung findet die BUND-Initiative gegen Plastikmüll in der örtlichen Wirtschaft. Das Handelskontor Nord stellt für die Müllsammlungen professionelle Greifzangen zur Verfügung, Mitglieder des Cityvereins helfen mit Logistik.

Am späten Samstagnachmittag „rollte“ die Plastikwelle dann, getragen von ihren Gestaltern, einmal durch die ganze Fußgängerzone in ein Zwischenlager. Das Kunstobjekt soll am 29.09. zur Piratencity wieder aufgestellt werden. Zudem sollen ein paar neue Modifikationen am Objekt zum Mitmachen einladen. „Kommt am 29.09. zur Piratencity und seid ein weiteres Puzzleteil des Projektes“, so Rainer Büscher, Vorstandsmitglied der BUND-Kreisgruppe. „Umweltschutz geht uns alle an.“

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